KLAPPENTEXT I

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Ich wuss­te von klein auf, dass das Geschäft mit Gefüh­len und der Sehn­sucht nach Lie­be äußerst lukra­tiv ist. Mein Vater betrieb Part­ner­ver­mitt­lun­gen in meh­re­ren Städ­ten – viel mehr wuss­te ich nicht.

Bis ich in den Acht­zi­gern mit Acht­zehn arbeits­los  wur­de und er mich bat, für ein paar Tage aus­zu­hel­fen. Ein simp­ler Tele­fon­dienst.

Trotz mei­ner Zwei­fel – zu jung und zu schüch­tern –, sag­te ich zu.

Schnell begriff ich: Hier ging es nie um Lie­be, son­dern nur um Geld. Wer zah­len konn­te, wur­de genom­men – selbst wenn es für ihn oder sie kei­nen pas­sen­den Part­ner gab.

Über die Allü­ren dubio­ser Mit­ar­bei­ter und mei­ne eige­nen Aben­teu­er wer­den Sie oft nur ungläu­big den Kopf schüt­teln – und manch­mal schmun­zeln müs­sen.

Doch die größ­ten Über­ra­schun­gen kamen nicht nur von mei­nem Vater oder den Mit­ar­bei­tern, son­dern von den Kun­den selbst.

Mei­ne Lehr­jah­re in die­ser zwie­lich­ti­gen Bran­che waren alles ande­re als lang­wei­lig. Irgend­wann stand ich vor der Wahl: Ein beque­mes, finan­zi­ell abge­si­cher­tes Leben oder ein rei­nes Gewis­sen. 

Und was war mit mei­nem Lie­bes­le­ben? Bekam ich das, wofür die Kun­den bei uns zahl­ten?

„Eine Bio­gra­fie der ganz ande­ren Art, die zwi­schen Real­sa­ti­re, True-Crime und uner­war­te­ter Ero­tik pen­delt.”

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