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Money and Love

Der einzigartige Einblick in die Dating– und Kuppelbranche!

News + Termine + Extras zur Buchreihe:

“Der Partnervermittler”.

erlags­frei

Herz­lich will­kom­men !auf der offi­zi­el­len Web­sei­te!
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Dirk Ponie­was
Brancheninsider/Autor

Der Partnervermittler Wa(h)re Liebe

346 Sei­ten

* skurriel  * enthüllend  * unterhaltsam

Eine wahre Geschichte

Die Wahr­heit über Part­ner­agen­tu­ren sowie Online-Kon­takt­bör­sen, ihren Tricks, den Mit­ar­bei­tern, der Kund­schaft und mich. Grund­la­ge ist mein über 30-jäh­ri­ger beruf­li­cher Wer­de­gang in die­ser zwie­lich­ti­gen Bran­che.

Ich starr­te auf den Bild­schirm und über­leg­te gera­de, wer am Mon­tag als Ers­tes arbei­ten soll. Um acht Uhr mor­gens soll­te eine der 15 Tele­fo­nis­tin­nen begin­nen. Und genau in die­sem Moment wur­de die Tür zu mei­nem Zim­mer auf­ge­ris­sen.

   Ich sah hin und war über­rascht. “Wo kommt die denn her und wie kam sie ans Sekre­ta­ri­at vor­bei?” frag­te ich mich. Nur drei Tage hat­te die jun­ge Frau, die dort stand, für mei­ne Fir­ma gear­bei­tet und war dann ver­schwun­den. »Wann soll ich wie­der arbei­ten kom­men?«, frag­te sie mich, so als ob nichts vor­ge­fal­len wäre.

   »Wo waren Sie die gan­ze Woche?«, frag­te ich.

   »Mein Kanin­chen war krank. Das war wich­ti­ger für mich«, ant­wor­te­te sie.

   Von ihr begeis­tert war ich von Anfang an nicht. Ich hat­te ihr eine Chan­ce gege­ben, was ich nun bereu­te. »Ich habe eine Fra­ge«, sag­te ich. Sie sah mir in die Augen und ich in ihre. Mei­ne Stim­me blieb ruhig, was nicht mei­ne Art war. »Haben Sie bei McDonald’s an einer Kas­se schon jemals ein Schild gese­hen auf dem geschrie­ben stand: Kas­se geschlos­sen, da Kanin­chen krank?«

   Sie schnauf­te, hol­te Luft und rief: »Sie igno­ran­tes Arsch­loch!«

Her­ren­jah­re

Der Partnervermittler Reich durch gebrochene Herzen

Ich wuss­te von klein auf, dass das Geschäft mit Gefüh­len und der Sehn­sucht nach Lie­be äußerst lukra­tiv ist. Mein Vater betrieb Part­ner­ver­mitt­lun­gen in meh­re­ren Städ­ten – viel mehr wuss­te ich nicht.

Bis ich in den Acht­zi­gern mit Acht­zehn arbeits­los  wur­de und er mich bat, für ein paar Tage aus­zu­hel­fen. Ein simp­ler Tele­fon­dienst.

Trotz mei­ner Zwei­fel – zu jung und zu schüch­tern –, sag­te ich zu.

Schnell begriff ich: Hier ging es nie um Lie­be, son­dern nur um Geld. Wer zah­len konn­te, wur­de genom­men – selbst wenn es für ihn oder sie kei­nen pas­sen­den Part­ner gab.

Über die Allü­ren dubio­ser Mit­ar­bei­ter und mei­ne eige­nen Aben­teu­er wer­den Sie oft nur ungläu­big den Kopf schüt­teln und manch­mal schmun­zeln müs­sen.

Doch die größ­ten Über­ra­schun­gen kamen nicht nur von mei­nem Vater oder den Mit­ar­bei­tern, son­dern von den Kun­den selbst.

Mei­ne Lehr­jah­re in die­ser zwie­lich­ti­gen Bran­che waren alles ande­re als lang­wei­lig. Irgend­wann stand ich vor der Wahl: Ein beque­mes, finan­zi­ell abge­si­cher­tes Leben oder ein rei­nes Gewis­sen. 

Und was war mit mei­nem Lie­bes­le­ben? Bekam ich das, wofür die Kun­den bei uns zahl­ten?

„Eine Bio­gra­fie der ganz ande­ren Art, die zwi­schen Real­sa­ti­re, True-Crime und uner­war­te­ter Ero­tik pen­delt.